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Das Licht am Ende des Tunnels

Dieser Blog ist spontan umgezogen.

Alle Geschichten, auch die bisher veröffentlichten, finden sich von nun auf Nekroromantik.de.vu bzw alternativ auch auf nekroromantik.blogspot.com.

Der Grund für den Umzug war die andauernde Unzuverlässigkeit von myblog: So empfinde ich es als durchaus störend, andauernd keinen Zugriff auf die Seite zu haben.

slbstntlbng.de.vu/ wird aufgrund von experimentellen Ursachen nicht umziehen.

Ein Danke an Umzugsberater Zertenian an dieser Stelle.

Und jetzt hoffe ich, dass sich dieser letzte Text zur Abwechslung mal problemlos hier posten lässt...
10.3.08 00:38


Zimmerexistenz

Es ist etwas kühl hier. Eines der verschwommenen Fenster steht immer einen Spalt offen. Offenbar möchte es keiner schließen. Alles ist so undeutlich und ich weiß nicht, warum. Ich weiß ja nicht einmal, wer ich bin. Es existiert kein Schein. Das Ding sitzt ganz allein in dunkler Atmosphäre. Nicht, dass es außergewöhnlich wäre, es ist ja immer so. Ohne äußere Bewegung wird sich wohl alles im Innern abspielen. Ich kann darüber leider nur Vermutungen anstellen, doch spiele ich schon lange mit dem Gedanken. Überhaupt spiele ich sehr gerne: Es ist lustig, das Ding mit bunten Bällen zu bewerfen! Leider nie eine Reaktion. Es hat noch nie reagiert - soll ich mich näher heran schleichen? Ich traue mich nicht. Nur ein paar Schritte --- aber dann packt mich die Angst --- es könnte passieren! Ich ziehe mich lieber wieder in das dunkle Eck zurück, kauere mich nieder, entsende mein Auge: Ganz sachte löst es sich, ganz sachte schwebt es empor – das Ding soll es nicht bemerken, es soll mich nicht entdecken! Ich lasse es an den scharfkantigen, kaum klar auszumachenden Hindernissen vorbei gleiten. Nur nichts berühren, denn - du musst wissen, mein Auge ist sehr empfindlich! Möchte nicht, dass es verletzt wird, möchte nicht, dass es stirbt! Einmal rund durch das neblige Wasser. Angekommen. Ich lasse es empor steigen - es ist anstrengend, obwohl ich es oft geschehen lasse. Gleich sehe ich das Ding wieder – da ist es! Ich beobachte es. Lasse mein Auge still im Wasser treiben. Es bewegt sich schon lange nicht mehr. Das Ding ist immer noch verschwommen, warum ist alles so verschwommen? Mir gefällt es nicht. Es gibt keine Tür. Neben meinem Auge schwimmt dieser Text. Und ich kann ihn einfach nicht lesen! Dabei sind die Zeichen so bekannt – aber undeutlich. Ich konzentriere mich, kneife das Auge zusammen. Und dann eine Bewegung, ich schrecke zurück, es passiert, das Auge entfällt mir - bricht am Grund. Im dunklen Eck schwebt ein Spaßmacher, der ohne Hände mit bunten Bällen jongliert.
29.2.08 23:22


Intima

Sie feierten. Wild. Der Raum, voller Energie. Ineinander verschlungene, sich windende Körper, nass vor Lust und Begierde. Alles ist Schwingung und alles war Schwingung.
Das dunkle Zimmer mit dem roten Schein erbebte, ächzte gar vor Leben, es war ein Atmen, so intensiv wie sonst nichts in der Welt, ein Rhythmus, Leid und Lust.
Es war ein Platz, abgeschieden von der Welt. Selbst der gute alte Mond hatte seinen Blick schon vor langer Zeit abgewandt, kein weiser Schein durchdrang das schmutzige Fensterglas.
Und selbst ich habe hin und wieder so meine Schwierigkeiten, das dunkle Zimmer mit dem rotem Schein mit meinen Sinnen zu durchleuchten. Zu schwer steht die Luft, der Geruch der nassen Körper vernebelt einem das Gemüt. Der stöhnende Atem nimmt einem den eigenen.
Und doch war diese Nacht etwas besonderes. Mit einem Aufschrei wühlte sich ein Körper unter vielen explosiv in die Höhe: Intima, so ihr Name. Schön wie ein Tag bei Sonnenschein, doch im Inneren schwelte es dunkel, gleichsam der mondlosen Nacht.
„Freunde!“, so ertönte es durch die brüchigen Wände. „Dieses Fest überdauert nun schon acht Tage, sechs lange Nächte der Wollust, des Triebes und des Lebens sind vorüber, es ist nun die siebte und letzte aller Nächte, wir müssen unseren Weg weiter gehen!
Wir gingen durch das Feuer...“, sie schwankte, „...und sind nun an jenem Punkt angelangt, von dem aus es kein zurück mehr gibt! Wir haben viel durchgemacht, keine Frage, doch soll dies nun unser aller Ende sein - das irdische Leben hat uns Last auferlegt, zu viel Last, und nun erhebt euch, fasst euch bei den Gedanken um die letzte Wollust...“ - sie lachte spöttisch, wie es nur Menschen tun - „...zu empfangen!“
Es waren die letzten Worte, die Intima in diesem Leben sprach.
5.2.08 00:04


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